Monilia-Spitzendürre an Kirschen

Schadbild:
Blüten, Blätter oder ganze Triebe von Kirschen fangen schon kurz nach der Blüte von der Spitze her an abzusterben und sehen wie verdorrt aus (Spitzendürre). Neben den anfälligen Sauerkirschen (insbesondere der Sorte Schattenmorelle) können auch Mandelbäumchen, Süß- und Zierkirschen sowie Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. Abgestorbene Triebteile und Blütenbüschel bleiben oft noch bis über den nächsten Winter hinweg weitgehend unverändert an den Ästen hängen.

Schaderreger:
Verursacher dieser Krankheit ist der Pilz Monilinia laxa. Er überdauert an den abgestorbenen Triebspitzen. Im Frühjahr bildet der Pilz dann Sporen aus, die über die Blüte in die gesunden Triebe anfälliger Wirtspflanzen eindringen. Anschließend kommt es zu deren Absterben. Erhöhte Infektionsgefahr besteht vor allem, wenn es zur Blütezeit der Wirtspflanzen, insbesondere der Kirschen, kühl und regnerisch ist.

Gegenmaßnahmen:
Abgestorbene Triebspitzen sollten möglichst bald nach der Blüte bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.
Tritt die Krankheit seit Jahren wiederholt auf, können Kirschenbäume durch Spritzbehandlungen zur Blütezeit vor Infektionen geschützt werden. Hierzu müssen, je nach Wetterlage, bis zu drei Behandlungen von Beginn bis Ende der Blüte durchgeführt werden (z. B. mit Pilzfrei Ectivo und Teldor).
Bei Neuanpflanzungen bevorzugt weniger anfällige Sorten verwenden. Bei Sauerkirschen sind dies z. B. 'Gerema', 'Karneol', 'Morina', 'Morellenfeuer' oder 'Safir'.

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst
Siebengebirgsstraße 200, 53229 Bonn · Nevinghoff 40, 48147 Münster
 
Die auf den Packungen angegebenen Anwendungsvorschriften müssen sorgfältig eingehalten werden.

Von: Andreas Vietmeier, 01.04.2008

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Monilia-Spitzendürre an Kirschen
Bilder Archiv
aktualisiert am 16.07.2008